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Publishers’ Forum 2010

Workshops 2010

Tag 1: 26.04.2010

Innovation!

Arnoud de Kemp, digiprimo GmbH & Co.KG, D

»Für jede wirkliche Innovation gilt das ›Paradox des Suchens‹, das Svetlova[1] ebenso betont wie Hutter[2]. Der New Yorker Soziologe David Stark hat es in seinem Vortrag auf dem Berliner Symposium[3] so beschrieben: ›Wenn du nicht weißt, nach was du suchst, aber es erkennst, wenn du es findest. «

Wie innovativ muss man sein? Ab wann ist Innovation existentiell für das Unternehmen?

An einem runden Tisch bespricht Arnoud de Kemp diverse Innovationsdefinitionen und entwickelt mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einige Szenarien für Prozesse, Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle im Verlags- und Medienbereich, die anschließend im Plenum vorgestellt werden.

Moderation: Stefan Jacob, Klopotek & Partner GmbH, D

[1] Ekaterina Svetlova von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen
[2] Michael Hutter vom Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin (WZB)
[3] Beiratssymposium »Culture(s) and Innovation: Claims, Evidence and Policy«, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin, 10. März 2010

Asset Management – Erfolgsfaktor für das E- und P-Publishing.

Mike Röttgen / Jörg Sauer, arvato systems Technologies GmbH, D

Ausgelöst durch die E-Book-Welle haben viele Verlage bemerkt, dass sie hinsichtlich der Verwaltung ihrer Assets (Bilder, Grafiken, Dokumente oder e-Books) Optimierungsbedarf haben. So liegen diese Assets oft unstrukturiert auf internen und externen Fileservern oder CD-ROM’s, egal ob sie für elektronische oder gedruckte Publikationen verwendet werden.
In diesem Workshop stellen wir die Beweggründe von Verlagen zur Einführung eines Asset Management Systems vor und welche Ziele dabei verfolgt werden.
Abgerundet wird der Workshop durch eine Live-Präsentation, in der beispielhaft Aspekte wie Metadatenverwaltung, Versionierung, Archivierung, Suche, Automatisierung von Routinetätigkeiten und vor allem dem Workflow-Management aller intern und extern Beteiligten vorgestellt werden.

Moderation: Erhardt F. Heinold, Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung GmbH BDU, D

Distributionskonzepte für die E-Book-Welt

Markus Hartmann, hgv Hanseatische Gesellschaft für Verlagsservice mbH, D / Tobias Körner, ORACLE Deutschland GmbH, D

Verlage, die die ersten Schritte in der E-Book-Welt gegangen sind, erkennen schnell: Mit dem Konvertieren und Erzeugen von E-Books alleine ist es nicht getan. Digitale Publikationen wollen wie Print-Bücher kosteneffizient und zuverlässig distribuiert werden – und das an möglichst viele Verkaufsstellen. Nicht einfach in einem Markt mit weniges Standards und momentan begrenztem Renditepotenzial. Markus Hartmann und Tobias Körner zeigen wie mit Hilfe eines hochverfügbaren und skalierbaren Content Managementsystems E-Books und die begleitenden Produktinformationen zum Verkaufsportal kommen. Und wie die Abverkaufszahlen ihren Weg zurück in die Backend-Systeme des Verlags finden.

Moderation: Marc Ziegler, Mediencluster NRW GmbH, D

Text Mining

Stefan Geißler, temis GmbH, D

Nicht nur Dokumente – digitaler Content und neue Technologien erweitern die Vorstellung über das, was veröffentlicht werden kann

Wenn digitale Inhalte mit entsprechenden technologischen Ansätzen kombiniert werden, bieten sich Verlegern, verglichen mit den herkömmlichen Dokumenten-zentrierten Geschäftsmodellen, vielfältigere, maßgeschneiderte Möglichkeiten: Spezifische Faktensammlungen, benutzerdefinierte Berichte zu Sammlungen von Dokumenten oder Abbildungen oder benutzerdefinierter Wörterbücher sind nur einige der Optionen, die völlig neue Möglichkeiten eröffnen, vorhandene Inhalte auszuschöpfen. Nach einem kurzen Überblick über die jeweiligen Ansätze werden Fallstudien verschiedener Projekte mit Verlegern aufgeführt.

Moderation: Hans Huck, KNV GmbH, AKEP-Sprecher, D

Medienneutral zum Layout

Dr. Arno Klein, SCHEMA GmbH, D

Eine grundlegende Voraussetzung für die medienneutrale Erstellung und Verwaltung von Inhalten sowie deren Produktion in verschiedene Ausgabeformate ist die Trennung von Inhalt und Layout. Mit diesem Paradigma muss zwar im praktischen Alltag kreativ umgegangen werden, jedoch lassen sich ohne Berücksichtigung dieser Forderung nur schwerlich qualitativ hochwertige Produkte in verschiedenen Formaten (z. B. HTML, PDF, InDesign, …) automatisiert erzeugen. Der Vortrag diskutiert Möglichkeiten zur Realisierung einer getrennten Verwaltung und Bearbeitung von Content und Layout im Rahmen der Prozesse der Inhalts- und Produkterstellung in der Verlagsbranche. Sie erfahren was möglich ist, wie eine getrennte Inhaltserstellung und –layoutierung organisiert werden sollte und welche Vorteile sie ihnen bietet.

Moderation: Sabine Schubert Klopotek & Partner GmbH, D

 

Tag 2: 27.04.2010

Ein Blick über den Tellerrand – Erfahrungen mit Content basierten Geschäftsmodellen

Dr. Christoph Grau, Holtzbrinck Digital GmbH, D

Die Diskussion, ob Content auch im Internet weiterhin King ist oder ob Content im Internet aufgrund geringerer Zahlungsbereitschaft der Nutzer, der kannibalisierenden Gefahren durch Piraterie oder der schwierigeren Vermarktbarkeit nicht mehr wert ist als ein paar „Lousy Pennies“, ist seit vielen Jahren im Gange. Im Rahmen dieses Workshops werden vier ausgewählte Beispiele aus den Bereichen Ratgeber, Musik, Belletristik und Fachbuch vorgestellt, denen es sehr wohl gelingt, mit innovativen Ansätzen Content im Internet zu monetarisieren. Im Bereich Ratgeber wird der suchmaschinenbasierte und nutzerzentrierte Ansatz von Demand Media präsentiert. Spotify wiederum dient als Beispiel, um die Idee von Content-Streaming statt Content-Download zu veranschaulichen. Als explizite Beispiele für neue Wege in der Buchbranche dienen die Ansätze der Self-Publishing-Plattform epubli und der Fachbücher-Plattform PaperC. Jedes dieser Geschäftsmodelle wird ausführlich anhand seiner zugrundeliegenden Marktthesen und seiner Mechanik vorgestellt und gemeinsam mit den Workshopteilnehmern im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit diskutiert.

Moderation: Marc Ziegler, Mediencluster NRW GmbH, D

Verlage im Social Web: Benchmarks und Erfolgsfaktoren

Prof. Friedrich Figge / Leander Wattig / Katja Splichal, content-press, D

Im einführenden Vortrag wird zur Diskussion gestellt, wie Medienunternehmen darauf reagieren können, dass sich viele digitale Inhalte nahezu kostenlos kopieren und daher als fast freie Güter kaum verkaufen lassen. Dazu werden mögliche Differenzierungsansätze von Medienprodukten aufgeführt, die zu einer besseren Vermarktbarkeit führen. Dies wird durch Erfolgsbeispiele besonders aus dem Verlagsbereich erläutert. Danach soll anhand von Produkten, die die Teilnehmer vorschlagen können, diskutiert werden, wie Erfolgsfaktoren dafür aussehen.

XML basierte Produktionsprozesse – Ein Erfahrungsbericht aus der Pschyrembel-Redaktion

Dr. Martina Bach / Christian Kohl, Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, D

In diesem Teil der Veranstaltung betrachten wir die komplexen XML-basierten Workflows aus der redaktionellen, technischen und ökonomischen Perspektive. Zunächst beschreiben wir die Konzeption und Erstellung der DTDs, die Migration der Daten und die Erfahrungen mit einem Content Management System. Im Mittelpunkt stehen dabei die Chancen, Risiken und Veränderungen, die die Einführung von XML für die redaktionellen Workflows und Produktionsprozesse mit sich bringt, sowie die Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette. Wir schließen mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte, die wir unternehmen werden, und zeigen, wie XML-basierte Workflows und Content Management auf unternehmensweiter Ebene gehandhabt werden. Die Beispiele sind überwiegend den Pschyrembel-Wörterbüchern entnommen, wir werfen aber auch einen Blick auf einige andere De Gruyter-Projekte, um die Herausforderungen, die sich aus dem Bedarf an Integration, Standardisierung und Kosteneffizienz bei einer großen Bandbreite von Produkten und Projekten ergeben, besser illustrieren zu können.

Moderation: Sabine Schubert Klopotek & Partner GmbH, D

Linking Information (English)

Ingrid S. Goldstein, Knowledge Architectures, UK / Madi Weland Solomon, Pearson PLC, UK / Marion Winkenbach, Bibliographisches Institut AG, D / Michael Justus,  S. Fischer Verlag GmbH, D

Wenn wir heute etwas wissen wollen, greifen wir immer weniger zum gedruckten Buch und immer mehr zu digitalen Medien; das Aneignen eines ganzen Themenbereis ist dabei weniger gefragt als die akut benötigte kleine Informationseinheit. Wir wollen nach einer kurzen Einführung dieses Thema in drei Fragekomplexen diskutieren:

Nutzen und Herausforderungen

Warum wird dieses Thema gerade heute immer wichtiger für Verlage? Welche neuen Strukturen müssen dafür  im Verlag geschaffen werden? Welches sind die größten Herausforderungen? Gibt es dafür neue Wettbewerber?

Marktanforderungen und Geschäftsmodelle

Wer benötigt überhaupt vernetzte Informationen? Wodurch werden die Marktanforderungen bestimmt? Wie können darauf basierende Geschäftsmodelle aussehen?

Zukunftsperspektiven 

Welche Rolle werden Taxonomien, Wissensnetze und Semantik spielen? Wird es einen einzigen „Provider“ solcher Informationsstrukturen – à la Google – geben? Welche Auswirkungen kann eine solche Entwicklung auf die unterschiedlichen Verlagsfelder haben? Wer werden die wichtigsten Mitspieler sein?

Welches Portal für welchen Verlag?

Mark Liedtke, Verlag Neue Wirtschafts-Briefe GmbH & Co. KG, D

Das Produktportfolio der Fachverlage entwickelt sich mehr und mehr vom Vertrieb reinen Print Contents zum umfassenden mehrmedialen Angebot.

Audio – CD`s, E-Books, Recherche Datenbanken, Apps für die mobile Nutzung  und nicht zuletzt Web – TV sind die Produkte der Gegenwart und neue Produktformen werden hinzukommen.

Welche Implikationen hat das für die Infrastruktur der Verlage hinsichtlich der Integration in ein vorhandenes ERP – System, den idealerweise damit verbundenen Online-Shop und die sich im Backend verändernden Prozesse?

Darüber hinaus stellt sich die Frage ob  und  wie  sich parallel dazu Angebotsformen und der Verkauf entwickeln.

Der Vortrag gibt dazu einen Überblick am Beispiel der vorhandenen Lösung, die produktiv im NWB-Verlag eingesetzt wird.

Moderation: Gregor Wolf, Klopotek & Partner GmbH, D